The Blues Magoos "Psychedelic Lollipop" (Mercury Records 1966, Repertoire Records 2005)

Ganz was Feines präsentiert Repertoire Records mit "Psychedelic Lollipop" der New Yorker Sixties Band The Blues Magoos. Die Band benutzte bereits 1966 Sounds vom Fender Echoplex, was später alle Psychedelic Rocker machten. Ralph Scala, Ronnie Gilbert, Peppy Thielheim, Dennis Lapore und John Finnegan trugen schon 1966 lange Haare. Ihre Version von "Tobacco Road" und eigenes wie "(We Ain't Got) Nothin' Yet" und "Gotta Get Away" sind grandiose Rocker, erstaunlich hart und wild für ihre Zeit. Was in England große Erfolge feierte, war auch bald in den USA en vogue. Die Blues Magoos gehörten zu den ersten, die den wilden, ausgeflippten Sound spielten.
Angefangen hatten die Jungs 1965 als The Trenchcoats, daraus wurde Bloos Magoos und bald Blues Magoos. 1966 kam Geoff Daking für John Finnegan in die Band. Zur gleichen Zeit unterschrieb die Band einen Managementvertrag mit Longhair Productions, die einen Deal mit Mercury Records einfädelten. "Wir waren begeistert von dem Wort 'Psychedelic'", erinnert sich Peppy Thielhelm. "Psychedelic Lollipop" war der Name eines Gemäldes von Mike Esposito. Der Titel sollte zeigen, wofür die Band stand: für harten, wilden Psychedelic Rock. Einige der 10 Songs der LP haben noch diesen braven Sixties-Klang, so etwa "Love Seems Doomed" oder "One By One" und doch sind auch hier heftige Rock-Anklänge zu finden. Blues-Standards, Rock und Beat füllen die Platte. Auf der CD gibt es 4 Bonustracks, Single-Auskopplungen der LP.
Erstaunlich, dass gerade das grandiose "Tobacco Road" auf Seite 1 der ersten Single veröffentlicht wurde, war der Song für damalige Verhältnisse doch erheblich lang: 4.42.
Das Reissue im Digipack mit originalem Layout, Bandstory und Fotos ist allerliebst und allen Blues-, Beat- und Rockfans der ersten Stunde unbedingt ans Herz zu legen. Das ist frischer, heftiger Sound, der bis heute nichts von seiner authentischen Magie verloren hat.

VM



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