Blood, Sweat & Tears "Blood, Sweat & Tears" (Repertoire Records 2004)

Wahrhaft ein Klassiker des Brassrock ist das zweite Album der von Al Kooper 1968 gegründeten Band Blood, Sweat & Tears. Die 10 Songs der LP spielte die Band im Januar 1969 ein. Von der LP wurden 3,8 Millionen Exemplare verkauft. Hier trafen anspruchsvolle Qualität und kommerzielles Arrangement in einer glücklichen Fusion aufeinander. Fred Lipsius (sax, p), Chuck Winfield (tr, fl-h), Lew Soloff (tr, fl-h), Jerry Hyman (tb, rec), David Clayton-Thomas (lead-voc), Dick Halligan (org, p, fl, tb, voc), Steve Katz (g, harm, voc), Bobby Colomby (dr, perc, voc) und Jim Fielder (b) vereinten auf hohem Niveau einen ausgeklügelten, essentiellen Mix aus Jazz, Blues, Rock und Klassik. Blood, Sweat & Tears konnten auf etliche markante Merkmale verweisen. Die raue Stimme von David Clayton-Thomas, die helle Stimme und die schneidenden Gitarrensätze von Steve Katz, vor allem jedoch die fräsenden Bläsersätze, deren Arrangements von zahlreichen Bands nachgeahmt wurden.
Als Einstieg in die Platte wurde eine Variation zu einem Thema von Eric Satie gewählt, das in anderer Form am Ende der CD wiederkommt. "Smiling Phases", "Sometimes in Winter", "More and more", "And when I die", "God bless the child", "Spinning Wheel", "You've made me so very happy" - das sind sieben fantastische Songs, die in diesem Gewand allesamt zu Klassikern wurden, zumeist Coversongs anderer Autoren, die diese ihre eigenen Songs selbst nicht zu solchem Erfolg bringen konnten.
Das 9. Stück "Blues - Part II" ist das 12-minütige Meisterwerk der CD. Es fängt mit einer langen Orgelsequenz an, dem sich ein satter Jazzrock anschließt, in dem Bass, Schlagzeug und Altsaxophon solieren, bis sich schließlich fast unbemerkt dieser mordsmäßige Blues entwickelt, in dem die Band alles gibt. Was für ein Monster!
Nach der die LP abschließenden Variation zu einem Thema von Erik Satie, das auf wunderbarem Flötenmotiv zerfließt, gibt es auf der neuen CD-Auflage zwei live eingespielte Bonustracks. "More And More" und "Smiling Phases". Besonders das zweite Stück ist sehr interessant, weil in über 18 Minuten ein irrwitziges Gebläse gespielt wird.
Die Songs sind von Eroc restauriert und remastert worden. Der ausgezeichnete Klang und die beiden (soundmäßig zufrieden stellenden) Bonussongs sind die Anreize der Veröffentlichung. Meine Empfehlung!

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VM



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