Ayefore "Burnout Juggernaut" (Ampoire Records, 09.03.2012)

6 Tracks, 27:02. Die neue EP Ayefores ist bereits 2008 eingespielt worden. Das Material musste endlich raus, die Band ist dabei, mit neuem Schlagzeuger neue Songs einzuspielen - mit neuer Langrille geht es dann Ende des Jahres auf reichlich Shows. Die 4 Jahre sind den Songs nicht anzuhören. Die Band rockt und kracht die scharfkantigen Songs mit Verve selbstbewusst runter. Die Tracks sind auf den Punkt gebracht, halten sich bei längeren instrumentalen Ausbauten nicht auf, sondern stürmen von Start bis Ziel rasant durch. Krass und raffiniert, dabei relativ eingängig und gut nachvollziehbar strukturiert, sind sie nicht ohne, haben Idee und Überraschungspotential. Im erstaunlich aufwendigen Arrangement stecken vielfache Ideen und aus guten Vorbild-Genen vererbte Stilistika. So ist hier eine gewisse Nähe zu Faith No More, dort die destruktive Gitarrenarbeit Robert Fripps aus King Crimson harter Hochphase zu hören. Was Rhythmus, hat Groove und Komplexe zugleich und die emotional auffahrenden Motive der Songs können zart anlaufen, donnern aber gewaltig ins Ziel. So schnell die Platte beginnt, so schnell ist sie am Ende. Alles ist kurzweilig, hat Schmackes und Kantigkeit, post nicht herum und hält sich nicht in belanglosem Balladenschmalz auf. Vielleicht zuerst metal-geprägt, sind die Frankfurter (Main) Jungs nicht auf der Schmalspur unterwegs, haben reichlich (gute) Einflüsse eingesammelt, die "Burnout Juggernaut" mit ihrer Inspiration und Handschrift zu dem Kracher machen, der so ungemein viel Spaß macht.

VM



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